Automatisch füttern mit dem FMRcut 4.2 spart kräftig Energie und Arbeit

An der Universität Bonn wurde jetzt im Rahmen einer Masterarbeit die Energieeffizienz des autonomen Fütterungssystems FMRcut 4.2 von Lemmer-Fullwood in einem Milchkuhbetrieb untersucht. Hierzu hat Johanna Lüpschen auf dem Milchkuhbetrieb ihrer Familie den Energieverbrauch des FULLWOOD FMRcut 4.2 präzise erfasst und mit dem Energieverbrauch der vorher konventionellen Fütterung verglichen. Der Betrieb hält in mehreren Liegeboxenlaufställen insgesamt etwa 370 Kühe und Rinder. Die Kühe werden mit M2erlin Melkrobotern bei freiem Kuhverkehr gemolken. Von Johanna wurden die benötigten Arbeitszeiten in beiden Fütterungssystemen erfasst und die Milchleistung vor und nach der Inbetriebnahme des neuen automatischen Fütterungssystems anhand der LKV-Berichte miteinander verglichen.

Nach ihrem einmonatigen Versuch kommt die Agrarwissenschaftlerin in ihrer Studie zu deutlichen Ergebnissen in allen untersuchten Bereichen. Der Dieselverbrauch reduzierte sich um fast 90 Prozent im Vergleich zum konventionellen Fütterungssystem. Der bilanzierte gesamte Energieverbrauch sank durch die Nutzung von Strom als Hauptenergieträger um circa 65 Prozent. Diese Ergebnisse erstaunten selbst den Betriebsleiter Christian Lüpschen: „Mit einer derart hohen Reduzierung des Energieverbrauchs habe ich nicht gerechnet. Das freut mich, und es kommt auch noch der Umwelt zugute, da wir unseren gesamten Strombedarf der betriebseigenen Biogasanlage decken.“ Auch die Untersuchung des Arbeitszeitbedarfs zeigte, dass sich ein Umstieg auf eine automatische Fütterung lohnt.

Die benötigte Arbeitszeit für die Fütterung konnte dem FMRcut 4.2 fast halbiert werden. Auch war die Zeiteinteilung hier wesentlich flexibler gestaltbar, da die Befüllung der Vorratsbehälter losgelöst von den Fütterungszeiten erfolgt.

Der Vergleich der Milchleistungsdaten aus dem LKV-Bericht hat gezeigt, dass mit dem Einsatz der automatischen Fütterung eine Milchmengensteigerung einherging. Nach der Inbetriebnahme erreichte der Betrieb im Folgejahr eine Steigerung der Milchmenge von durchschnittlich 500 kg pro Kuh. Zusätzlich zur Milchmenge erhöhten sich auch die Inhaltsstoffe. Fett- und Eiweißgehalt stiegen im Durchschnitt um mehr als 40 kg pro Kuh. Diese Steigerungen der Milchleistungsdaten führt Johanna Lüpschen auf das häufigere Futtervorlegen mit dem neuen System zurück.

Zurück

Altjohann Melktechnik – vitale Kühe für profitable Unternehmen