Erfolgreicher Umbau vom Melkstand zum Roboter | Zwei M2erlin im vorhandenen Melkstand platziert
Erfolgreicher Umbau vom Melkstand zum Roboter - Zwei M2erlin im vorhandenen Melkstand platziert
Michael Gröne aus Paderborn hat es gewagt, einen relativ jungen Fischgrätenmelkstand auszumustern und durch neue Technik zu ersetzen. Nicht mit einem kompletten Neubau, sondern durch einen durchdachten Umbau direkt im alten Melkstand.
Das Ergebnis: Ein hervorragend funktionierendes Robotersystem, entspannte Kühe und ein begeisterter Landwirt, der sich über den erfolgreichen Umbau freut.
Passt wie kein anderer -
M2erlin an vorhandener Melkgrube
Michael Gröne betreibt mit seiner Frau Andrea und den Kindern Kaspar und Pepe einen Milchkuhbetrieb mit 110 Kühen. Der Betrieb wurde konsequent weiterentwickelt: Bereits 1972 ist die Familie an den Ortsrand ausgesiedelt. 2012 wurde dann ein neuer Laufstall gebaut.
„Damals haben wir auch in neue Melktechnik investiert. Doch es schien mir die Zeit für das Robotermelken noch nicht gekommen”, so Gröne, der sich deshalb für einen Doppel-10er-Fisch-grätenmelkstand entschied. Die 110 Milchkühe wurden auch bis April dieses Jahres im Melkstand gemolken. Doch die Technik leistete nicht das, was erwartet wurde. „Ich habe gemerkt, dass es so nicht weitergeht”, erinnert sich Michael Gröne. Eine Umstellung auf automatisches Melken war für ihn der nächste logische Schritt, doch der Weg dorthin sollte nicht über Abriss und Neubau führen. Gröne suchte gezielt nach einer Lösung, die den Bestand nutzt und gleichzeitig moderne Technik integriert. Im bisherigen System war es für Gröne stets eine Herausforderung, die Milch seiner Kühe schnell genug zu melken. Aufgrund des schnellen, schonenden Melkens des M²erlin fiel die Wahl auf Lemmer-Fullwood. „Ich habe mir viele Systeme angeschaut, aber bei Lemmer-Fullwood und dem Servicepartner Altjohann hatte ich das Gefühl: Die verstehen, wo ich hinwill”, erzählt er. So wurde ein Umbau geplant, der nicht nur pragmatisch, sondern auch zu seiner Vorstellung passte.
Umbau im laufenden Betrieb
Die Umbauaktion war straff durchorganisiert: In nur zwei Tagen wurde der alte Melkstand Schritt für Schritt zurückgebaut und durch zwei M 2erlin Melkroboter ersetzt. „Die Nacht vor dem Umbau habe ich kaum geschlafen”, gesteht der Landwirt. Doch die Sorge war unbegründet. Am ersten Tag wurde die rechte Seite des Melkstands entfernt
und der neue M2erlin eingebaut. Am zweiten Tag folgte die linke Seite. Die beiden M2erlins konnten problemlos in den bestehenden Fischgrätenmelkstand eingebaut werden. Bereits am Abend des zweiten Tages liefen beide Roboter und die Kühe stellten sich ohne große Probleme um.
Melkgrube als Plattform
Das Besondere: Die ursprüngliche Struktur des Melkstands wurde nicht komplett entfernt, sondern intelligent weitergenutzt.
Die Melkgrube wurde um vier Meter aufgefüllt, um mehr Platz im Wartehof zu schaffen und einen geraden Eingang zu realisieren. Ein Aspekt, der Gröne besonders wichtig war: „Kühe werden immer schwerer. Da ist es von Vorteil, wenn sie ohne enge Kurven in den Roboter gehen können.”
Technik, die ankommt
Nicht nur der Umbau verlief reibungslos – auch die Kühe zeigten sich flexibel. Innerhalb kürzester Zeit hatten sie sich an das neue Melksystem gewöhnt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die durchschnittliche Milchleistung liegt bei 40 kg pro Kuh – mit steigender Tendenz, die Zellzahlen sind weiterhin niedrig. Diese Zahlen sprechen
für sich und sind ein gutes Zeichen für Tiergesundheit und Milchqualität. Gröne ist zuversichtlich, dass die Leistung noch steigen wird: „Jetzt, wo die Kühe anstatt zweimal sogar dreimal täglich gemolken werden, ist da sicher noch Luft nach oben.”
Noch ist nicht alles fertig – aber die Richtung stimmt
Für den Landwirt ist der Umbau noch nicht ganz abgeschlossen. Die alte Melkgrube soll noch verkleidet und optisch an das neue System angepasst werden. „Ich möchte, dass das Ganze auch schick aussieht”, sagt Gröne lachend. Michael Gröne zeigt mit seiner gelungenen Umbaulösung, wie ein moderner Milchkuhbetrieb auch ohne
Neubau zukunftsorientierte Konzepte schaffen kann. Eine Geschichte mit Vorbildcharakter.
Offen für M2E(H)Rlin
Die flexible Einbaulösung des M2erlin lässt es zu, dass auch auf der anderen Seite des Stalls ein dritter M 2erlin integriert werden könnte. „Wir würden dann einen neuen Außenbereich für eine weitere Leistungsgruppe schaffen und einen dritten Roboter integrieren. Dies wäre für mich der nächste plausible Schritt, um den Betrieb zukunftsfähig weiterzuentwickeln”, schließt Gröne optimistisch. Diese Einbaulösung konnte so kein anderer Anbieter realisieren: Familie Gröne nutzte die Flexibilität des M2erlin und installierte zwei Systeme in der vorhandenen Melkgrube eines Doppel-10er-Fischgrätenmelkstands – dies kostengünstig und mit zusätzlichem Arbeitskomfort und ohne große Umbauarbeiten, wie etwa das Herausreißen von Wänden.